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20 Prozent Wachstum pro Jahr: Statista sieht deutschen E-Book-Markt deutlich im Aufwind

31 Jul 2015 2 Kommentare

Zum E-Book-Markt gab’s in letzter Zeit widersprüchliche Aussagen: die Börsenvereins-Schätzungen sehen eher Stagnation auf niedrigem Niveau, die realen Zahlen vieler (Zwischen-)Buchhändler und Verlage erzählen dagegen von starkem Wachstum. Letzteren Trend scheinen nun auch die neuen Daten des Statistikportals Statista zu nahezulegen: im aktuellen Digital Market Outlook für Deutschland, Abteilung E-Publishing geht’s zwischen 2015 und 2020 steil bergauf.

Statista-Outlook-Umsatz-im_Markt_für_eBooks-Deutschland

Steigende Pro-Kopf-Erlöse trotz Flatrate-Boom?

Das Marktvolumen bei E-Books (Publikumsmarkt & Wissenschaft kumuliert) steigt laut Statista von 350 Mio. Euro in diesem Jahr bis auf 869 Mio. Euro im Jahr 2020, die deutschen E-Book-Leser vermehren sich von derzeit 5 Millionen auf 9 Millionen. Besonders steile These in dieser Prognose: der durchschnittliche Erlös pro Nutzer verdoppelt sich bis 2020 von derzeit 50 auf knapp unter 100 Euro – was angesichts des Flatrate-Trends von Skoobe bis Kindle Unlimited doch verwundert.

Statista-Outlook-Nutzer-im_Markt_für_eBooks-Deutschland

Wachstumsmarkt Nr. 1 bleiben die USA

Die ganz großen Wachstumsmärkte liegen wohl auch in Zukunft anderswo: am meisten Umsatz mit E-Books wird derzeit immer noch in den USA erzielt, mit 3,7 Milliarden Euro pro Jahr mehr als zehnmal so viel wie in Deutschland. Japan (778 Mio. Euro) und Großbritannien (577 Mio. Euro) sind uns ebenfalls weit voraus. Zu den Wachstumstreibern in Deutschland gehört auch in den kommenden Jahren das Smartphone: während bisher nur jeder zweite Deutsche ein Smartphone nutzt, werden bis 2020 mehr als 80 Prozent der Bevölkerung dabei sein.

Statista-Outlook-Nutzer_nach_Alter_und_Geschlecht-im_Markt_für_eBooks-Deutschland

Leserinnen und Leser gleichauf

Statista hat zudem interessante Daten zur Leser-Demographie parat: besonders stark vertreten sind die Altersgruppe Mitte Zwanzig bis Mitte Vierzig, doch auch bei den älteren Semestern sind bis 2020 starke Zuwächse zu verzeichnen. Noch ausgeglichener ist das Bild bezogen auf’s Geschlecht: hier sind über alle Altersgruppen schon jetzt fast keine Unterschiede mehr zu erkennen. Was natürlich auch bedeutet: E-Books sind längst im Mainstream angekommen.

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