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E-Reader für 1 Euro: Trekstor will elektronische Lesegeräte im Abo-Modell vermarkten

4 Mrz 2010

trekstor-ebook-reader-cebit-2010.gifNach dem txtr kommt nun der zweite E-Reader aus deutscher Produktion: Trekstor stellte auf der CEBIT mit dem „ebook Reader“ einen 6-Zoll-Reader mit Touch-Screen vor. Je nach Variante kommt das Gerät mit USB-Anschluss oder drahtloser WLAN- bzw. Mobilfunkschnittstelle. Besonders interessant ist das Pricing: In Verbindung mit einem Zeitungs- oder Zeitschriftenabo soll es den „eBook Reader“ zum subventionierten Niedrigpreis von 1 Euro geben.

Ebenso schlicht wie der Name ist auch das Design des „eBook Readers“


Bisher kennt man Trekstor vor allem als Hersteller von externen Festplatten, USB-Sticks oder MP3-Playern. Und seit 2009 auch als kurzfristigen Insolvenz-Fall. Doch diese Zeiten sind offenbar vorbei. Auf der CEBIT zeigt das südhessische Unternehmen deutlich Flagge – nicht nur mit HomeServern und Designer-Datastations, sondern auch mit einer ganz neuen Sparte: elektronischen Lesegeräten. Natürlich hat man als Produzent robuster Daten-Tresore einen Ruf zu verlieren. Rein optisch zumindest ist die Premiere auf jeden Fall gelungen: Ebenso schlicht wie der Name „eBook Reader“ ist auch das Design des neuen Readers – auf der Oberseite ist außer dem Display kein einziges Knöpfchen zu sehen. Technisch reiht sich das mit WiFi-Fähigkeit und Touch-Screen ausgerüstete Gadget zwischen Onyx Boox, Sony PRS 600 und dem Berliner txtr-Reader ein. Lesen können wird man mit dem eBook Reader alle gängigen Formate von epub & PDF bis zu rtf und txt.

Reader plus Zeitungsabo gibt’s zum monatlichen Abopreis von 20 bis 30 Euro


Besonderes Aufsehen erregt aber vor allem das Vermarktungsmodell – denn zum ersten Mal wagt sich ein Anbieter hierzulande nun auch bei E-Readern an ein Abo-Modell. Ähnlich wie bei der Vertragsbindung beim Handy-Kauf gibt es das Gerät selbst nicht nur zum normalen Verkaufspreis von ca. 300 Euro, sondern auch zum subventionierten Niedrigpreis von einem Euro. Dafür muss man im Gegenzug ein E-Paper-Abo abschließen, wie sich Trekstor Geschäftsführer gegenüber Chip äußerte, soll es Abos zum Preis von 20 bis 30 Euro pro Monat geben. Im Moment sei man allerdings noch dabei, mit geeigneten Verlagen die Konditionen abzuklären. Für die elektronische Zeitungslektüre ist offenbar auch ein besonderes Feature des eBook Readers gedacht: auf einer SD-Karte soll man nämlich Ausschnitte aus den Dokumenten im JPEG-Format speichern können – man kann also digitale Zeitungsschnippsel produzieren.