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„Zeig mir mehr davon“: ZITE, das personalisierbare iPad-Magazin

28 Mrz 2011 Ansgar Warner 2 Kommentare

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Nach dem iPad-Start schien FlipBoard das Non-Plus-Ultra einer neuen Disziplin zu werden: dem individuellen iPad-Magazin. Dabei ging es nicht so sehr um Hochglanz-Fotostrecken für das Touch-Screen, sondern um ausgewählte Informationen, angereichert durch den individuellen Social Media-Stream. ZITE setzt nun noch stärker auf das Element der Personalisierbarkeit. Denn bei jeder News kann der Nutzer den Daumen heben oder senken – die App merkt sich das. Interessante Artikel via Facebook, Twitter oder E-Mail weiterleiten oder für spätere Lektüre bei InstaPaper zwischenparken kann man natürlich ebenso.

Ein cleverer Algorithmus hilft bei der Auswahl

Auf den ersten Blick funktionieren FlipBoard und ZITE ganz ähnlich. Interessante Artikel, Blogposts oder Videos aus allen möglichen Quellen werden kurz angefeaturet, lassen sich auf Wunsch über einen Viewer innerhalb der App aber auch komplett lesen. ZITE bietet allerdings deutlich größere Content-Flexibilität als FlipBoard. Bereits bei der thematischen Zusammenstellung gibt es mehr Auswahl, zudem kann man weitere Themen selbst hinzufügen. Der eigentliche Clou ist jedoch ein lernfähiger Algorithmus, der Beiträge zu verwandten Themen auswählt und vorschlägt. Dabei kann es sich um die jeweilige Website oder den Autor des Beitrags handeln, ein im Artikel erwähntes Produkt oder das allgemeine Sachgebiet. Außerdem gibt es eine Art „Gefällt mir“-Button, ergänzt durch einen „Gefällt mir nicht“-Button. Hebt oder senkt man den Daumen, ändert das zusätzlich die Gewichtung vergleichbarer Beiträge.

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Schafft ZITE die Quadratur des Kreises?

Auch der persönliche Twitterstream und die Feeds aus dem GoogleReader lassen sich einbinden. Allerdings arbeitet ZITE aus technischen Gründen nur mit englischem Content, für deutsche Nutzer ist die App also ingesamt nur bedingt gebrauchen. Um bestimmte Informationen aus dem täglichen Nachrichtenstrom herauszufiltern, dürfte ZITE aber auf jeden Fall sinnvoll sein. Zumindest solange, wie der Blickwinkel nicht durch die Such- und Vergleichs-Algorithmen zu stark eingeschränkt wird. Am Ende muss wohl jeder Nutzer selber ausprobieren, wie oft man durch positive oder negative Verstärkung in den Auswahlprozess eingreifen darf. Letztlich wird die tägliche Quadratur des Kreises ja mit ZITE nur ausgelagert – es geht darum, die Informationsflut zu bewältigen, ohne die wirklich wichtigen Nachrichten auszubremsen. Info-Monotonie wäre sogar noch schlimmer als Info-Beliebigkeit: Denn der tägliche Blick über den virtuellen Tellerrand macht ja für viele Webnutzer gerade den Reiz des Mediums aus.

2 Kommentare »

  • Volker schrieb:

    Hi Ansgar,

    interessanter Artikel, aber meinst Du wirklich FlipSide, nicht flipboard?

    LG,

    Volker

  • Ansgar Warner (author) schrieb:

    Nee, stimmt, muss natürlich FlipBoard heißen. Zwei Wochen ZITE haben hier offenbar schon ausgereicht, den Namen der Konkurrenz-App zu vergessen… ;-)