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„Siedler von Catan“ als Kindle-App: wird das E-Ink-Display zur Gaming-Plattform?

16 Mrz 2012 Ansgar Warner 3 Kommentare

Spielefreunde können ab jetzt auch auf dem E-Ink-Display siedeln: eine interaktive Kindle-App bringt die „Siedler von Catan“ auf Amazons E-Reader. Mitmachen beim Wettbewerb um die meisten Städte, die längste Straße oder die stärkste Armee dürfen bis zu vier Spieler. Der Kindle-Reader wandert dabei von Hand zu Hand („Pass’N Play Multiplayer-Modus). Wer möchte, tritt aber auch ganz alleine gegen verschiedene virtuelle Catanier an, mit denen die Kindle-App dann eine bestimmte Strategie simuliert. Zur Auswahl stehen etwa der kompromisslose Pirate Jean, der schwer zu überlistende Händler Vincent oder Ritter Sean, der sich nimmt, was ihm zusteht.

Schon seit längerem gab es das beliebte Strategie-Spiel von Klaus Teuber nicht nur in der Pappschachtel, sondern auch in diversen digitalen Formaten, etwa für iPhone, iPad oder Android-Geräte. Mit der Kindle-App betritt die Catan GmbH nun allerdings Neuland – und zeigt damit, dass E-Ink-Displays zu mehr taugen als nur Letternwüsten. Das liegt im Trend: Erst vor kurzem hatten in der Branche interaktive Sudoku-Apps von Puzzazz für Aufsehen gesorgt, die sich durch eine neue entwickelte Handschriftenerkennung-Technologie besonders für den Einsatz auf dem Touch-Screen eignen. Die Catan-App ist dagegen in der aktuellen Version speziell für klassische Kindle-Modelle gedacht, sie funktioniert weder auf dem Kindle Touch noch auf Amazons Fire-Tablet.

Catan für das Kindle ist einfach zu bedienen, kommt inklusive Tutorial und einem Catan-Handbuch zum Nachschlagen der Regeln. Die App unterstützt neben Englisch auch Deutsch, Spanisch und Französisch. Im US-Kindle-Store wird sie für 4,99 Dollar angeboten, wann eine Version im deutschen Kindle-Store erscheinen wird, steht noch nicht fest.

3 Kommentare »

  • calvin schrieb:

    es wird gar nicht im deutschen Store erscheinen da amazon bislang noch gar keine Kindle Apps veröffentlicht hat :(

  • shadaik schrieb:

    Was genau ist an der Puzzazz-App so aufsehenerregend?, Sudoku mit Handschriftenerkennung für Touchscreen-Eingabe gibt es auf dem Nintendo DS seit Jahren en masse.

  • Chris schrieb:

    Ein Ninendo DS ist schon ein wenig was anderes als ein eReader wie der Kindle, der ganz andere technische Anprüche abdeckt und dementsprechend anders ausgestattet ist.