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„Send to Kindle“ für alle: DropBox-Automator mailt Dateien direkt auf den Reader

30 Jan 2012 Ansgar Warner 0 Kommentare

Wer E-Books und sonstige Dokumente per Mausklick auf das Kindle bringen möchte, kann theoretisch Amazons neue „Send-to-Kindle“-App nutzen. Doch die funktioniert bisher leider nur auf Windows-Rechnern. Doch zum Glück gibt‘s eine prima Alternative: Der DropBox-Automator lässt sich nämlich auch unter Mac OS X und Linux nutzen. Das vom österreichischen Startup Wappwolf entwickelte Tool erweitert den persönlichen Cloud-Speicher von DropBox mit einer praktischen Neuerung: einzelnen Ordnern lassen sich automatisierte Funktionen zuordnen. Etwa das Konvertieren von Dateien oder der Mailversand an eine vorgegebene Adresse. So lassen sich viele Aufgaben ganz einfach per Drag-and-Drop erledigen, beispielsweise ein persönlicher Send-to-Kindle-Service.

Individuelle E-Mail-Adresse des Kindle nutzen

„Österreicher pimpt Cloud-Speicher“ titelte futurezone.at vor kurzem – mit dem DropBox Automator hat WappWolf-Chefentwickler Manuel Berger dem kostenlosen Cloud-Speicher tatsächlich eine geniale Erweiterung hinzugefügt. Die Web-App bietet eine ganze Reihe an Automatisierungen für verschiedene Dateitypen: So kann man etwa hochgeladene Textdateien in PDFs umwandeln lassen, Fotos mit einem Stempel versehen oder zu Facebook hochladen, aber auch Dateien automatisch per eMail versenden lassen. Kindle-Besitzer können deswegen den DropBox-Automator spielend einfach zur Send-to-Kindle-App machen. Denn jeder Kindle-Reader hat eine individuelle E-Mail-Adresse, die man entweder im Amazon-Kundenaccount unter „Mein Kindle“ finden kann oder direkt auf dem Gerät im Menü „Einstellungen“. Eine E-Mail zu schicken ist schon mal deutlich einfacher als eine USB-Verbindung zwischen Reader und PC herzustellen und Dateien zu verschieben. Mit der Automator-App kann man das Verschicken einer Mail mit Datei-Attachment aber noch einmal vereinfachen…

Per Drag and Drop wandert die Datei direkt auf’s Kindle

Um den Automator von WappWolfzu aktivieren, muss man die Nutzung dieser externen App erstmal mit dem DropBox-Passwort erlauben. Als nächstes legt man im DropBox-Verzeichnis einen neuen Ordner an, beispielsweise „Schick-es-auf-mein-Kindle“. Diesen Ordner wählt man dann im Browser innerhalb der Automator-App aus. Im nächsten Schritt geht es dann um die Regeln, die mit diesem Ordner verknüpft sind. Klickt man dort den Punkt „Jeder Dateityp … per E-Mail versandt werden“, wird ein Mail-Menü aufgeklappt, in das man einfach die E-Mail-Adresse des Kindle-Readers einträgt. Mit „Aktion bestätigen“ kann man die Auswahl abschließen. Schiebt man nun per Drag-and-Drop eine Datei in den entsprechenden Ordner, wandert sie automatisch in Amazons Rechnerwolke, und beim nächsten Synchronisieren des Kindles via WiFi oder 3G taucht sie dann auf dem Home-Screen des Readers auf. Wer möchte, kann übrigens für den „Schick-es-auf-mein-Kindle“-Ordner noch eine zweite Regel hinzufügen: die automatische Konvertierung eines Dokuments ins PDF-Format.

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